Vincent
Lübeck
Gymnasium
Stade

Fachgruppe evangelische Religion

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Schulcurricula Religion

Jahrgang 05-10 (Sep. '17)
Jahrgang 11 (Aug. '18)
Jahrgang 12/13 (Aug. '19)

Leistungsbewertung

Sek I
Sek II

Die Fachgruppe

Kerstin HeizmannFachobfrau der Fachgruppe evangelische Religion ist Frau Heizmann.
Im Religionsunterricht geht es um dich, um deine Gedanken und um Fragen, die sich der Mensch stellt, weil er über die Welt, sein Leben, seine Angste und seine Hoffnungen nachdenkt. Zu allererst geht es um Fragen des alltäglichen Lebens:
Was ist mir wichtig? Wovor habe ich Angst? Hat die Welt eine Zukunft? Wie lebe ich weiter wenn jemand stirbt, den ich sehr lieb gehabt habe? Meinem Freund ist nur noch der Computer wichtig. Was kann ich tun? Meine Freundin leidet an Essstörungen. Kann ich ihr helfen? Ich bin verliebt - was nun?
... und sicher habt Ihr noch viel mehr Ideen über die wir sprechen können. Es geht auch um

das menschliche Zusammenleben:

Wie können Menschen miteinander auskommen? Welche Maßstäbe und Orientierungshilfen gibt es, wenn ich mich in einer schwierigen Situation entscheiden muss?
Welche Regeln für das Zusammenleben finde ich wichtig, welche halte ich für überholt? Was glauben Katholiken, was die Protestanten? ... und noch vieles mehr.
Zu allen Zeiten und in allen Kulturen gehört zum Menschen auch der Glaube an Götter eine Göttin oder einen Gott. Im Religionsunterricht geht es natürlich auch um

Gott:

Wie kommt der Mensch dazu, an einen Gott zu glauben? Welche Gottheiten haben die Indianer? Ist unser Gott anders als der Gott der Juden und der Muslime? Was kann Gott? Wo ist Gott? Und wo ist er, wenn Menschen krank werden oder Krieg führen?
... und viele Fragen mehr. Neben anderen für unsere Welt wichtige Personen geht es im Religionsunterricht auch um

Jesus von Nazareth:

Wer war er? Wo können wir etwas über ihn erfahren? Konnte er zaubern wie Harry Potter? Musste er sterben, weil er etwas Verbotenes getan hat? Was hat er den Menschen erzählt?
Ist es wahr, dass er auferstanden ist? ... Wir arbeiten mit einem neu erschienenen Buch, das zu allen Themen vielfältige Materialien anbietet. Dabei handelt es sich nicht nur um Texte, sondern vor allem auch um Bilder. Darüber hinaus nutzen wir Filme, Videoclips und Musik, das Internet, und wir werden vieles selbst gestalten (Szenen, Wandzeitungen, Umfragen, Raps...) Manchmal werden wir die Schule verlassen, um uns vor Ort zu informieren: So sind Besuche einer Kirche, einer Moschee und einer Synagoge vorgesehen. Aber auch ein Friedhof oder Ausstellungen bieten Interessantes zu entdecken. Gelegentlich werden wir zu bestimmten Themen Profis einladen, die sich in ihrem Bereich besonders gut auskennen.
Voraussetzung für die Teilnahme am Religionsunterricht ist nicht, dass du besonders „gläubig“ bist. Du darfst auch am Religionsunterricht teilnehmen, wenn du keiner christlichen Kirche oder einer anderen Religion angehörst. Religionsunterricht will nicht bekehren. Aber der Religionsunterricht vertritt eine klare Position, und kritische Meinungen sind willkommen. Daher solltest du interessiert sein, Freude am Nachdenken, am Diskutieren und Kreativ-Sein haben. die Gesellschaft, in der unsere Kinder und Jugendlichen aufwachsen, ist gekennzeichnet von Pluralisierung und Individualisierung und durch eine Vielfalt von Angeboten an Lebensentwürfen und Zielsetzungen. Besonders die Medien und z. B. Werbung beeinflussen die Heranwachsenden, die ihren eigenen Standort finden müssen.
Der Religionsunterricht (RU) muss diesen veränderten Voraussetzungen und Bedürfnissen begegnen. Im RU geht es folglich um die Förderung von Kompetenzen:
Die theologische Kompetenz umfasst
• die für viele nicht mehr selbstverständlichen christlichen Traditionen (neu) zu entdecken.
• diese Traditionen angemessen verstehen zu lernen und sich kritisch mit ihnen auseinander zu setzen. (Gottesvorstellungen. Was heißt Schöpfung? Wie kann ein sachgerechtes Verständnis von Wundern aussehen? Was bedeutet Auferstehung?
• religiöse Vorgänge und Phänomene zu erkennen, zu reflektieren und weiterzudenken.
• Vorurteile und Klischees aufzudecken und zu hinterfragen.
Die lebensgeschichtliche Kompetenz umfasst
• der eigenen Identität und dem eigenen Selbstverständnis auf die Spur zu kommen
• zentrale Fragen des menschlichen Lebens zu bedenken (Glück; Leid; Tod; Wege aus der Angst; Leben in einer Kommunikations- und Leistungsgesellschaft, Zukunftsfragen wie z.B. Chancen und Grenzen der Gentechnik)
• Befähigung zur Lebensbewältigung und zum Umgang mit Alltagsproblemen: Partnerschaft, Konkurrenz, In-Sein/Out-Sein, Sucht und andere Abhängigkeiten)
Die ethische Kompetenz umfasst
• die Beschäftigung mit Regeln des menschlichen Miteinanders und die Frage nach Maßstäben für das eigene Handeln
• die Betrachtung christlicher Verhaltensregeln im Verhältnis zu anderen (ethischen) Maßstäben.
Die (inter-)kulturelle Kompetenz umfasst
• die Grundlagen unserer christlich verwurzelten Kultur zu erkennen und damit Wege zu öffnen zum Verstehen von Literatur, bildender Kunst etc.
• andere Religionen sachkundig kennen zu lernen und das Gemeinsame und jeweils Eigene zu erkennen (Projekt Weltethos‘; Exkursionen und Dialog mit Vertretern anderer Religionen)
• eigene Positionen begründet vertreten zu können und dabei Verständnis für andere Religionen und Kulturen zu gewinnen (Dialogfähigkeit)