Vincent
Lübeck
Gymnasium
Stade

Fachgruppe Geschichte

Logo der Fachgruppe Geschichte

Kerncurricula

Sek. I (Okt. '15)
Arbeits­fas­sung Sek. II

Schulcurricula

Sek I  (Jan. '16)
Sek I Bilingual  (Jan. '18)
Jahrgang 11/12 (Dez.'17)

Leistungsbewertung

Sek I
Sek II

Die Fachgruppe

Heinrich DammannFachobmann der Fachgruppe Geschichte ist Herr Dammann.
Im Fach Geschichte werden gesellschaftliche Sachverhalte in struktureller und historischer Sicht erkennbar gemacht. Durch geeignete, auch fachübergreifende und Fächer verbindende Themenwahl sollen Einsichten in historische, politische, soziale, wirtschaftliche und rechtliche Sachverhalte sowie insbesondere in den gesellschaftlichen Wandel seit dem industriellen Zeitalter und in die gegenwärtigen internationalen Beziehungen und deren Voraussetzungen vermittelt werden. Der Mensch ist eingebunden in historische Bezüge und Prozesse. Das Schulfach Geschichte erweitert diese Einbindung zu einer Betrachtung des Menschen in Zeit und Raum. Orientierungsvorgaben liefern die historische Fachwissenschaft und die Nachbarwissenschaften. Ziel des Geschichtsunterrichts ist der Erwerb historischer Kompetenz, d. h. der Fähigkeit zum selbstständigen historischen Denken.
Dieses Denken zeigt sich in der Fähigkeit zur Untersuchung, Klärung und Darstellung geschichtlicher Phänomene, zur Deutung von Zusammenhängen und Zeitverläufen, zum historischen Diskurs sowie zu Folgerungen für Gegenwart und Zukunft. Gegenstände des Geschichtsunterrichts sind politische, wirtschaftliche, soziale, ökologische, geistesgeschichtliche und kulturelle Verhältnisse,die das Leben der Menschen bestimmt haben bzw. noch bestimmen. Dadurch erwerben die Schülerinnen und Schüler die Fähigkeit, die geschichtliche Dimension der menschlichen Existenz und der Kultur zu erkennen und zu begreifen. Indem der Geschichtsunterricht vergangene Ereignisse und Strukturen aufzeigt und sie auf die Bedingungen ihres Werdens und Wirkens zurückführt, macht er modellhaft Möglichkeiten und Grenzen menschlichen Handelns deutlich und verweist auch auf in der Vergangenheit nicht realisierte Handlungsalternativen.
Methodisch werden die Schülerinnen und Schüler befähigt, Vergangenes zu rekonstruieren und Darstellungen von Vergangenem auf deren Deutungen und deren Bedeutung für sich selbst zu befragen. Dabei spielen alle Erscheinungsformen der Geschichtskultur eine Rolle. Wichtige Prinzipien für die Gestaltung des Geschichtsunterrichts sind Multiperspektivität, Kontroversität und Methodenpluralismus. Das Fach Geschichte trägt zur personalen und sozialen Orientierung der Schülerinnen und Schüler bei, indem es an Themen aus vergangenen Zeiten oder bei der Beschäftigung mit anderen Kulturen Alternativen zum „Jetzt und Hier“ aufzeigt, die historische Gebundenheit auch des gegenwärtigen Standortes erkennbar werden lässt und damit die Möglichkeit zu dessen kritischer Überprüfung eröffnet. Das Fach vermittelt so als anthropologisches Erfahrungsfeld Einsicht in die Bedingtheit menschlicher Existenz und fördert die Selbsterkenntnis der Schülerinnen und Schüler. Es stärkt die Fähigkeit zur Empathie, bietet die Möglichkeit zur Identifikation mit vorbildhaften Personen, vermittelt ebenso aber auch die Fähigkeit zur kritischen Distanz.
Nicht zuletzt leistet das Fach einen Beitrag zu einer Kultur der wertgebundenen Toleranz in einer pluralen Gesellschaft, zur Erhaltung und Ausgestaltung unserer pluralistischen und demokratischen Rechts- und Gesellschaftsordnung und zur Herausbildung europäischer Identität. Damit ist das Schulfach Geschichte von wesentlicher Bedeutung für eine vertiefte Allgemeinbildung, für die Studierfähigkeit und die Entfaltung der Persönlichkeit der Schülerinnen und Schüler.