Vincent
Lübeck
Gymnasium
Stade

Volles Haus beim Konzert der Gymnasien

STEINKIRCHEN. Kein Blatt passte zwi­schen sie, so dicht ge­drängt stan­den sie, die Sän­ger­innen und Sän­ger des Schul­chores des Athe­nae­ums, und vor ihnen saß noch das ge­mein­sa­me Or­ches­ter der bei­den Sta­der Gym­na­si­en.
Volles Gottes­haus: Blick auf Chor und Or­ches­ter in der gut be­such­ten St.-Mar­tini-et-Nico­lai-Kirche in Stein­kir­chen. Foto: Winter
Zusammen schienen die fast hundert Schüler von Vincent-Lübeck-Gymnasium und Athenaeum aus dem benachbarten Stade den Altarraum des wunderschönen Gotteshauses in Steinkirchen beim gemeinsamen Advents- und Weihnachtskonzert fast zu sprengen. Allerdings sah es in den übrigen Teilen des Kirchenschiffs in der St.-Martiniet-Nicolai-Kirche in Steinkirchen auch nicht viel anders aus.
Der „Kulturverein Steinkirchen und Umgebung e.V.“ unter der Leitung seiner rührigen Vorsitzenden Doris Marks hatte geladen und beging mit dem Konzert am späten Sonntagnachmittag gleichzeitig seinen 30-jährigen Geburtstag – und alle waren gekommen, so dass die Kirche bis auf den letzten Platz und darüber hinaus besetzt war. Es wurde vom Publikum mit herzlichem Zwischen- und Schluss­applaus ordentlich gefeiert, das alljährliche Joint Venture von Vincent-Lübeck und Athenaeum. Wohl vorbereitet – unter anderem auf einer gemeinsamen Freizeit in Otterndorf – wurde eine gut programmierte Mischung aus konzertanten Instrumentalmusiken und Chorwerken präsentiert, die vielfach ebenfalls vom Orchester begleitet wurden, so dass sich ein voller runder Gesamtklang ergab, der den Raum gut füllte. Und ab und an waren auch die Zuhörer gefordert, die in gemeinsam gesungenen Weihnachtsliedern unter anderem mit dem abschließenden „O du fröhliche“ ihre Stimmen kräftig einbrachten und damit vorfestlichen Glanz auf die Gesichter zauberten.
Stilistisch wurde ein bunter Strauß geboten, aus fast allen Epochen und Richtungen war etwas dabei. Gesanglich lag der Schwerpunkt leicht auf Gospel oder gospelähnlichen Stücken, die zum Teil durchaus modern gesetzt waren wie zum Beispiel „Glory, glory!“ von Earlene Rentz, die ein gelungenes Arrangement des Spiritual-Klassikers „Down by the riverside“ mit in ein neues Gewand eingewoben hatte. Doch auch Barock und Klassik kamen – vor allem im instrumentalen Bereich – nicht zu kurz, etwa mit dem „Concerto grosso“ Nr. 8 von Arcangelo Corelli oder Cimarosas Flötenkonzert.
Ein besonderes Bonbon: Zwei Eigenkompositionen des Leiters des Athenaeum-Chores, Benjamin Warnat, wurden unter der Leitung des Komponisten selbst präsentiert, ebenfalls quittiert mit herzlichem Applaus aus dem Publikum.
Mit der Orchesterleitung des Ensembles war der gut aufgelegte Nils Schraplau betraut sowie in der Vorbereitungsphase seine Kollegen Katarzyna und Arne Westerhaus. Sie alle sorgten dafür, dass die Zuhörer nach der finalen Würdigung der Jubilare des Kulturvereins vorweihnachtlich gestimmt zufrieden nach Hause gingen. Am Donnerstagabend treten sie erneut in der St.-Wilhadi-Kirche in Stade auf, das Konzert ist laut VLG-Schulsekretariat bereits ausverkauft.
Quelle: Stader Tageblatt vom 17.12.2019