Vincent
Lübeck
Gymnasium
Stade

Schulentwicklung - Vincent 2.0

Mit Hilfe der Schulentwicklung sollen durch systematische und zielgerichtete Maßnahmen die schulischen Prozesse für Lernende wie Lehrende verbessert werden. Sie dient dabei nicht in erster Line Verbesserung der Unterrichtsqualität, sondern der Verbesserung der Qualität der Schule als Ganzes. Wir konzentrieren uns hierbei auf die Ebene der direkten Interaktion und er schulinternen Handlungsverbände. Zunächst wurde dazu eine schulinterne Evaluation in Form einer Umfrage unter Schülern, Eltern, Lehrern und Mitarbeitern durchgeführt. und in der SEIS-Arbeitsgruppe ausgewertet und nachbereitet. Daraus ergab sich die Arbeitsgruppe Vincent 2.0. Sie besteht aus interessierten Eltern, Schülern und Lehrern und erarbeitet Verbesserungsvorschläge.

Logo Vincent 2.0 Großgruppenveranstaltung am VLG mit knapp 200 Beteiligten: Schüler, Eltern und Lehrer arbeiten an der Schulzukunft, Ideen und Gemeinschaftsgefühl stehen im Vordergrund. Es entsteht eine Ideensammlung für die Entwicklung der VLG-Schul-Zukunft.
Am Mittwoch den 3.11. waren Schüler, Lehrer und Eltern des Vincent-Lübeck- Gymnasiums eingeladen, unter dem Titel Vincent 2.0 die Zukunft der Schule mitzugestalten. Der Titel symbolisiert, wie das Web 2.0, Zusammenarbeit, Austausch und Innovation. Im Rahmen eines vor zwei Jahren begonnenen Prozesses, bei dem die Schule sich selbst evaluiert und anschließend Verbesserungen durchführt, haben wir uns mit Hilfe einer externen Beraterin entschlossen, ein so genanntes "Zukunftsforum" durchzuführen, an dem alle Betroffenen in einer Großgruppenveranstaltung an einen Tisch geholt werden.
DiskussionsrundeDem Ruf in das Forum der Schule an diesem Nachmittag folgten fast 200 Personen. Schüler aller Klassen, Eltern und Lehrer waren versammelt und tauschten sich aus, entwickelten Ideen und diskutierten über Ihre gemeinsame Schule der Zukunft. Bei Kaffee und Kuchen konnten sich alle Beteiligen ohne Begrenzungen oder Maulkorb einbringen. Die Schule sollte "ein bisschen neu erfunden werden, im Umgang miteinander und wie ihre Zukunft aussieht", so Marc Schimmler, einer der Initiatoren auf Elternseite. In freundlicher und lockerer Atmosphäre wurde an 20 Tischen z.B. über Themen wie Unterrichtsqualität, das soziale Klima und Verbesserungsmöglichkeiten bei der Schulgestaltung gesprochen. Dieses "World-Café" genannte Workshop-Format kennt man sonst eher aus der Wirtschaft, wo es häufig genutzt wird um Selbstentwicklung und Selbststeuerung von Veränderungsprozessen zu unterstützen.
Im Zukunfts-Forum des VLG kamen alle Beteiligten gleichrangig zu Wort und die Meinung vom Fünftklässler bis hin zur Direktorin hatte das gleiche Gewicht. Ergebnisse wurden direkt auf den "Tischdecken" an den Diskussionstischen dokumentiert und nach mehreren Runden, bei denen die Besetzungen an den Tischen wechselten, zusammengefasst. Alle Ergebnisse wurden am Ende bewertet und ausgestellt.
Die adressierten Themenfelder und die entwickelten Lösungs- und Verbesserungsverschläge der verschiedenen Diskussionsgruppen waren am Ende häufig sehr konkret. Es zeigte sich, dass alle Beteiligten ein genaues Bild von der Zukunft des Vincent-Lübeck Gymnasiums haben und auch wie man dies in Angriff nehmen kann.
"Wir haben einen mutigen, großen Schritt gemacht unsere Diskussionskultur auf neue Beine zu stellen. So werden wir nicht nur unseren Neubau bald fertig stellen, sondern auch das Schulinnenleben weiter verbessern", so der Stellvertretende Schulleiter Martin Niestroj, der für die Lehrerschaft an der Vorbereitung beteiligt war.
Damit wurde in der Abschlussrunde klar, dass alle Beteiligten überzeugt von der Durchführung des Zukunftsforums und den Ergebnissen waren. Die zahlreiche Teilnahme, besonders auch von den niedrigeren Jahrgangsstufen, lässt erwarten, dass die angestoßenen Veränderungen von einer breiten Masse der Betroffenen aus voller Überzeugung mitgetragen werden.

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