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Weihnachtskonzert der Stader Gymnasien

Weihnachtskonzert der Stader Gymnasien

STADE. Das Weihnachtsfest kann kommen. Zumindest für die 600 Zuhörer des Weihnachtskonzerts der Stader Gymnasien. An die 150 Schüler trugen in St. Wilhadi ein charmantes Programm an Musikstücken vor und stimmten das Publikum auf die Feiertage ein.
150 Musiker und Sänger des Orchesters und der Chöre von Athenaeum und VLG. Foto: Stief
Das Konzert kommt wieder im Doppelpack daher. Zwei Mal ist die St.-Wilhadi-Kirche proppevoll, denn auch das Weihnachtskonzert der Stader Gymnasien gehört zu den Dezember-Highlights in der Stadt und strahlt wegen der auswärtigen Schüler in den ganzen Landkreis hinaus.
Das Athenaeum und das Vincent-Lübeck-Gymnasium haben sich schon längst auf die Vorzüge der Kooperation besonnen. Gemeinsam sind sie stark. Und wie stark, das demonstrierten die jungen und erwachsenen Schülerinnen und Schüler mit einem Musikprogramm, das meist festlich und mitunter verhalten fröhlich den Kirchenraum füllte.
Das Orchester der Gymnasien unter Leitung von Ernstulrich Heider machte den Anfang. „An Overture for Christmas“ von Arthur William Benoy gab mit dem festlichen Charme des Stücks die Richtung gen Weihnachtsfest vor. Viel Beifall gab es auch für das nächste Stück, das Konzert für Violinen und Orchester von Johann Sebastian Bach.

Chor und Publikum singen sich gemeinsam warm

Mit „Oh, du fröhliche“ sang sich der Schulchor des Athenaeum zusammen mit dem Publikum warm. Erfahrene Eltern dürften solche Momente besonders zu schätzen wissen, denn ein gemeinsam gesungenes Weihnachtslied ist Gold wert, wenn die Kinder erst mal in der Oberstufe sind. Weil zuhause nicht mehr zwangsläufig umsetzbar.
Gerade die Mischung aus Orchestermusik, Chorgesang und dem Einbeziehen des Publikums lag Chorleiter Benjamin Warnat bei der Auswahl der Stücke am Herzen. Jahr für Jahr muss er schauen, was sein Chor zu leisten vermag, denn das Kontinuierliche am Schulleben ist der ständige Wandel. Ein schönes, geschlossenes Konzert, das sich bis zum letzten Lied immer weiter verdichtet, habe er als Zielvorstellung vor Augen gehabt, erzählt Benjamin Warnat zwischen den Konzerten.
Und noch einen wichtigen Aspekt musste Chorleiter Warnat berücksichtigen. Es galt, die Nachwuchschöre, angeleitet von Anne Warnat, in die gemeinsame Arbeit zu integrieren. Das gelang gen Ende des 80-minütigen Konzerts, das zu einem besonderen Höhepunkt des Konzertes wurde.

150 Akteure auf der Bühne

Denn nun standen moderne Werke von Karl Jenkins auf dem Programmzettel. „Adiemus“, ein lautmalerisches Werk ohne echte Worte, rückte den weiß gekleideten Nachwuchs in den Mittelpunkt, der sich zwischen Schulchor und Orchester platzierte. Jetzt füllten sage und schreibe 150 Akteure den Raum vor dem Altar in St. Wilhadi, der mit der Sanierung eine entsprechende Bühne erhielt.
Zum Abschluss ging dann noch ein besonderer Weihnachtsstern auf. Mit „Stella Natalis“, ebenfalls von Karl Jenkins, legten die Akteure einige Schippen mehr Moderne auf und demonstrierten, dass Vorweihnachtszeit auch ohne die großen Überväter der vergangenen Jahrhunderte klingen kann. Ein bisschen nach Pop, nach Gospel und Folk.
So fanden – in der Gesamtbetrachtung – bewundernswert spielende und singende Schülerinnen und Schüler und eine gelungene Stückauswahl in Harmonie zusammen. Wenn das nicht weihnachtlich ist.Quelle: Stader Tageblatt vom 21.12.2017