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Stader Big Band bekommt Besuch aus Denver

Stader Big Band bekommt Besuch aus Denver

STADE. Die Big Band des Stader Vincent-Lübeck-Gymnasiums bekommt Besuch aus den Vereinigten Staaten.
Beim Empfang im Rathaus: Die Stader Elftklässlerin Allison Berndt (vorne links) mit den amerikanischen Austauschschülern Syrus Coronado, Sam Sares, Lindsey Roberts, Kyle Apodaca und Jain Sares (von links). Foto Beneke

Am Sonnabend landeten sie auf dem Hamburger Flughafen, am Montag stand der offizielle Empfang im Ratssaal auf ihrem Programm: 46 Schüler und sechs Lehrer der Wheat Ridge Highschool aus Denver (Colorado) sind in dieser Woche auf Einladung der Bigband des Vincent-Lübeck-Gymnasiums in Stade zu Gast. Seit zwölf Jahren besteht die Partnerschaft zwischen den Bildungsstätten, die mit wechselseitigen Einladungen mit Leben erfüllt wird.
Dort, wo normalerweise die Mandatsträger über die Zukunft der Stadt entscheiden, hatten die amerikanischen Nachwuchsmusiker, die in der Bigband, dem Chor oder dem Streichorchester ihrer Schule aktiv sind, Platz genommen. Als der Rat 1994 die Partnerschaft zwischen den Kommunen Stade und Lakewood (bei Denver) beschloss, seien bereits „Begegnungen zwischen Bürgerinnen und Bürgern aller Generationen“ als Ziel verankert worden, sagte der stellvertretende Bürgermeister Klaus Quiatkowsky (SPD) in seiner Grußadresse. Eine „tragende Säule“ dafür sei der Schüleraustausch. „Auf diese Weise lernen sich die Menschen am besten kennen und bringen Verständnis füreinander auf.“
Er lobte die Arbeit von VLG-Lehrer Frank Münter und seiner Kollegen, die das Programm der Reisen ausarbeiten und auch in der Zwischenzeit den Kontakt über die Grenzen der Kontinente hinweg halten. „Wir im Rathaus sind beeindruckt“, so Quiatkowsky. Zwölf Mal haben sich die Ensembles seit 2004 besucht.
Die amerikanische Delegation bleibt bis Sonntag in Stade. Jugendliche und Betreuer sind in den Familien von Mitgliedern der „Vincent’s Bigband“ untergebracht. So entstehen enge persönliche Bindungen. Die meisten von ihnen sind zum ersten Mal bei dem Austausch dabei, waren zuvor noch nie in der Bundesrepublik. Jetzt erleben sie Führungen durch die Stader Altstadt, Treffen mit lokalen Kirchenchören sowie Schifffahrten auf Schwinge und Elbe. Vor allem aber steht das gemeinsame Musizieren im Vordergrund: Die Mädchen und Jungen proben für das große Konzert am Freitagabend, 19 Uhr, im Forum des VLG. Ein einstündiges Konzert mit klassischer Kirchenmusik präsentieren die deutschen und amerikanischen Schüler zusammen mit Kreiskantor Martin Böcker bereits am Donnerstag, 2. Juni, ab 18 Uhr in der St.-Cosmae-Kirche.
Nicht möglich wären die Reisen ohne das Engagement der Eltern. Ihr Einsatz sei „eine Riesenhilfe“, betonte Münter. Am Sonntagnachmittag organisierten sie zum Beispiel eine Kaffeetafel, um die Gäste willkommen zu heißen. Die Schüler brachten Verwandte und Freunde mit. 200 Menschen saßen an den Tischen. Finanzielle Unterstützung erfährt das Projekt ebenfalls durch den Verein „Sister Cities Komitee“, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die deutsch-amerikanische Freundschaft zu fördern. Quelle: Stader Tageblatt vom 01.06.2016