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Erdkunde-Schulmeisterschaften: Jöran Tebben glänzt in Geografie

Erdkunde-Schulmeisterschaften
Jöran Tebben glänzt in Geografie

STADE. Am Vincent-Lübeck-Gymnasium in Stade finden jedes Jahr die Erdkunde-Schulmeisterschaften statt. Der Sieger nimmt automatisch an den Landeswettkämpfen teil.
Der Neuntklässler Jöran Tebben und sein Erd­kun­de­lehr­er Thor­leif Krü­ger blicken ge­spannt dem Bun­des­ent­scheid des Geo­gra­fie-Wett­be­werbs „Diercke-Wis­sen“ in Braun­schweig ent­ge­gen. Foto Klotz
Jöran Tebben (15) aus dem 9. Jahr­gang ge­wann die Lan­des­meis­ter­schaf­ten und be­rei­tet sich auf den Bun­des­wett­be­werb vor, der in Braun­schweig aus­ge­tra­gen wird. Ju­gend­re­por­ter Nils Hannes Klotz hat mit ihm über seinen Er­folg ge­spro­chen.
Es ist der größte Ge­o­gra­fie­wett­be­werb in ganz Deutsch­land. Gut 300 000 Schü­ler neh­men ins­ge­samt an dem vom Wes­ter­mann-Ver­lag ins Le­ben ge­ruf­en­en Wett­be­werb „Diercke-Wis­sen“ teil. Der Ge­o­gra­fie-Wett­be­werb geht über mehr­e­re Run­den. Zu­nächst wur­den im Ja­nu­ar dieses Jahr­es in je­der Klas­se der Jahr­gangs­stu­fe sie­ben bis zehn des Vin­cent-Lü­beck-Gym­na­si­ums die drei bes­ten Schü­ler er­mit­telt. In einer weiteren Runde wurde dann im Februar der Schulsieger aus den jeweiligen Klassensiegern ermittelt.
An dem Sta­der Gym­na­si­um konn­te sich die­s­es Jahr der Neunt­kläss­ler Jö­ran Teb­ben durch­setz­en. Auch beim Lan­des­ent­scheid über­zeug­te der 15-jäh­ri­ge Schü­ler mit sei­ner Leis­tung. In ein­em halb­stün­di­gen Test, der teil­wei­se aus Mul­ti­ple-Choice-Fra­gen – aber auch aus ein­zu­tra­gen­den Be­grif­fen oder Kar­ten­auf­ga­ben – be­stand, wur­de das Wis­sen aus ver­schie­den­en Fach­be­reich­en der Ge­o­gra­fie ab­ge­fragt. „Das sind Themen wie Plattentektonik, Klima und Topografie“, sagt Jöran Tebben. „Auch Wirtschaftsgeografie wird abgefragt“, ergänzt sein Betreuer, der Lehrer Thorleif Krüger.
Mindestens zweimal in der Woche trifft sich Thorleif Krüger bereits vor Unterrichtsbeginn mit seinem Schüler, um ihn auf den Bundeswettbewerb in Braunschweig am 10. Juni vorzubereiten. Hier treffen dann die jeweiligen Landessieger aus allen 16 Bundesländern sowie der Sieger der deutschen Schulen im Ausland aufeinander. „Ich bin gespannt auf die neuen Bekanntschaften in Braunschweig“, sagt Jöran Tebben. Aus seiner Klasse und von Freunden habe er zu seinem Sieg beim Landeswettbewerb, bei dem etwa 200 Schüler teilnahmen, ein sehr positives Feedback erhalten: „Alle haben sich gefreut.“ Von der Schulleiterin Dr. Jutta Neemann erhielt er zu diesem Sieg ein Buch als Präsent. Die Vorbereitung auf den im Juni folgenden Bundeswettbewerb sei sehr umfangreich, sagen Thorleif Krüger und Jöran Tebben. „Anders als beim Landeswettbewerb gibt es große Unterschiede in den Lehrplänen der jeweiligen Bundesländer“, erklärt Thorleif Krüger. „Es ist ein großes Spektrum an Themen, das dabei abgedeckt werden muss“, ergänzt er. Aber woher kommt das große Wissen, das Jöran Tebben sich im Bereich Erdkunde angeeignet hat? Ein Hobby, das explizit mit Geografie zu tun hat, habe er nicht, sagt Jöran Tebben. In seiner Freizeit ist er sportlich aktiv, betreibt Fußball und Judo.
„In Erdkunde interessieren mich am meisten die Themen Geologie und Topografie“, sagt er. Zu bestimmten Themen recherchiert er auch manchmal im Internet. „Neben den Naturwissenschaften gehört Erdkunde zu meinen Lieblingsfächern“, berichtet er. Wohin es aber mal beruflich gehen könnte, lässt sich der Schüler offen. Durchaus interessant findet er aber die Bereiche Geologie und auch Medizin.
Bis zum Finale stehen Lehrer und Schüler noch gut drei Wochen Vorbereitungszeit zur Verfügung. Jöran Tebben freut sich über die Unterstützung seines Lehrers.
Wie der Bundesentscheid in Braunschweig abläuft, hat der Schüler bereits in Erfahrung gebracht: „Man wird zuerst in Vierergruppen eingeteilt, bei denen jeweils die beiden Besten weiterkommen. Dann werden noch einmal zwei Gruppen aufgemacht und es kommen wieder die zwei Besten weiter. Die Aufgaben müssen auf einer Bühne am Computer gelöst werden.“ Das Prinzip ähnelt dem eines Fußballturniers, sagt Lehrer Thorleif Krüger. 2018 findet dann die Geografie-Weltmeisterschaft statt.

Der Wettbewerb


Der Wettbewerb „Diercke-Wissen“ fand im Jahr 2000 zum ersten Mal statt. Das Interesse steigt seither stetig. Ausgerichtet wird dieser von der Verlagsgruppe Westermann, die den „Diercke-Weltatlas“ herausgibt, gemeinsam mit dem „Verband deutscher Schulgeographen“.Quelle: Stader Tageblatt vom 21.05.2016