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Wieder auf dem Siegerpodest

Wieder auf dem Siegerpodest

STADE/HAMBURG. Stader Gymnasiasten gewinnen „School Game“ – Brettspiel soll ökonomisches Wissen vermitteln.
Elf Schüler der Klasse 9L1 des Vincent-Lübeck-Gymnasiums lieferten beim bundesweiten Wirtschaftsplanspiel „School Game“ überragende Leistungen ab. Dafür wurden sie mit Pokal, Urkunde und Einkaufsgutscheinen belohnt. Foto Beneke
Mit diesem Erfolg haben sie nicht gerechnet: Elf Neuntklässler vom Stader Vincent-Lübeck-Gymnasium haben das Bundesfinale des Wettbewerbs „School Game“ gewonnen. Die Schüler traten bei der Endrunde in der Zentrale des Einzelhandelskonzerns Edeka gegen 150 Konkurrenten aus ganz Deutschland an. Am Ende eines aufregenden Tages konnten sie Pokal und Urkunde mit nach Hause nehmen. TAGEBLATT-Reporter Daniel Beneke hat die Gruppe getroffen.
600 Mädchen und Jungen waren in der Vorrunde angetreten. Wie die übrigen Kandidaten hatten die Stader Schüler das Brettspiel, das ähnlich wie „Monopoly“ funktioniert, zuvor ein paar Mal im Unterricht ausprobiert. Sie gründen Unternehmen, die durch Investitionen und Börsengänge an Wert gewinnen. Schließlich wird ermittelt, wer die wertvollsten Betriebe in seinem Portfolio aufweisen kann. Ziel des Wettbewerbs ist es, den jungen Menschen auf unterhaltsame Weise ökonomisches Wissen mit auf den Weg zu geben. 150 Jugendliche hatten sich für den Bundesentscheid qualifiziert, der in der Zentrale des Einzelhandelsriesen Edeka im Hamburger Stadtteil Winterhude ausgerichtet wurde.
Mit ihrem Klassenlehrer Rouven Wauschkies waren die elf Gymnasiasten vom Vincent-Lübeck-Gymnasium zum Finale gefahren. Für Gruppen, die etwa aus dem Süden der Republik anreisten, organisierten die Veranstalter sogar die Übernachtung und ein Sightseeingprogramm in der 1,7-Millionen-Metropole. Barkassenfahrt auf der Elbe inklusive. Nachdem Edeka-Auszubildende ihr Unternehmen vorgestellt hatten, begannen die Spielrunden.
Die Schüler wurden auf 25 Tische verteilt. „An jedem Tisch durfte nur ein Teilnehmer pro Schule sitzen“, berichtet der Stader Gymnasiast Paul Kiefaber (14). Eineinhalb Stunden mussten die Kandidaten höchstkonzentriert sein. Gespielt wurde unter Aufsicht. „Wir dachten, wir werden Letzter“, erzählt Carolin Bardenhagen (15). „Denn wir hatten noch nicht so viel Erfahrung. Es hat uns überrascht, dass wir so gut mithalten konnten.“
Das Ergebnis kann sich in der Tat sehen lassen: Unter allen Klassen in der Juniorwertung (Jahrgänge 9 und 10) belegten die Stader den ersten Platz. „Mit großem Vorsprung“, wie die Jugendlichen betonten. Ihr Einsatz hat sich gelohnt: Die Gruppe erhielt neben Urkunde und Pokal auch zehn Edeka-Gutscheine im Wert von je 50 Euro. In der Einzelwertung kamen vier VLG-Schüler in die Top Ten. Jöran Tebben (14) wurde Zweiter – und freute sich über ein neues Handy. Sein Resümee: „Es war eine schöne Erfahrung, gemeinsam erfolgreich zu sein und Ruhm für unsere Schule zu erspielen.“
Der Ausflug hat die Klassengemeinschaft gestärkt. Die Neuntklässler erwägen nun, ihren Titel im nächsten Jahr zu verteidigen. Bereits 2014 hatte eine VLG-Gruppe beim „School Game“ den Bundespreis gewonnen. An anderen Schulen gibt es interne Auswahlturniere, um die besten Teilnehmer zu ermitteln – so beliebt ist das Wirtschaftsspiel dort.Quelle: Stader Tageblatt vom 10.10.2015