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Stade

VLG hat zu wenig Stunden

VLG hat zu wenig Stunden

STADE. Schulleiterin des Vincent-Lübeck-Gymnasiums stellt Ganztagskonzept vor Das Vincent-Lübeck-Gymnasium ist seit Sommer 2013 eine offene Ganztagsschule. 300 Schüler nehmen zurzeit an dem Angebot teil, im kommenden Jahr erwartet die Schule, dass 400 Schüler auch nachmittags in der Schule bleiben. Im Ausschuss für Schule und Bildung des Landkreises Stade stellte Schulleiterin Dr. Jutta Neemann den Mitgliedern das Angebot vor. Vor allem die bezuschussten Stunden der Betreuungskräfte und Lehrer sorgen bei Neemann für Unmut. Denn das seien zu wenig.
„Das Angebot ist gerade für die Kinder gut, die keine intensive Betreuung zu Hause haben.“ Dr. Jutta Neemann, Schulleiterin am Vincent-Lübeck-Gymnasium
Zugesagt waren der Schule von der niedersächsischen Landesschulbehörde 25 Stunden für zehn Klassen, also jede Klasse wird zweieinhalb Stunden betreut. „Die haben wir nie bekommen“, sagt Jutta Neemann. Stattdessen kann sie 17 Stunden pro Woche auf die Lehrer und Betreuungskräfte verteilen. Das ist eine Versorgung von 75 Prozent, rechnet Neemann vor. „Es ist armselig, was den Schulen zur Verfügung gestellt wird“, sagt Ausschussmitglied und ehemaliger Schulleiter Hermann Krusemark (CDU). Die Schulleiterin stockt die restlichen Stunden durch Poolstunden auf, die ihr, wie jeder anderen Schule, zur Verfügung stehen. „Ansonsten könnten wir das AG-Programm nicht anbieten“, sagt sie.
Zwei Schüler betreuen die Hausaufgaben. Zwei externe Betreuungskräfte sind im Ganztagsbetrieb von 12.45 bis 15.30 Uhr eingesetzt. „Die Schüler kommen auf die beiden Frauen zu, als würden sie nach Hause kommen“, sagt Neemann, die die offene Ganztagsschule für wichtig hält. „Das Angebot ist gerade für die Kinder gut, die keine intensive Betreuung zu Hause haben.“
Gestartet war die Schule im Sommer 2013 mit dem fünften und sechsten Jahrgang. Mittlerweile bietet das Gymnasium Ganztagsbetreuung bis zur zehnten Klasse an. Wer angemeldet ist, ist ein halbes Jahr dabei. Mittags essen die Schüler in der Mensa. Hierfür können sie sich bis einen Tag vorher (12 Uhr) über das Internet anmelden.
Im Nachmittagsunterricht findet neben verschiedenen Arbeitsgemeinschaften auch Förderunterricht statt. Die Schule hat zum Beispiel große Probleme bei der Rechtschreibung der Schüler festgestellt. Von 150 Schülern wurden 40 ausgesucht, die den größten Förderbedarf haben.Quelle: Stader Tageblatt vom 26.02.2015