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Kleine Tüftler forschen in den Ferien

Kleine Tüftler forschen in den Ferien

STADE. Mit sieben Bar saust die aus einer Cola-Flasche selbstgebaute Rakete in die Luft. Die im Kreis stehenden Schüler staunen nicht schlecht, als sie erst nach mehreren Sekunden mit einem lauten Knall wieder auf den Boden schlägt. „Bis zu 69 Meter hoch geht die Rakete“, erzählt Joanna, die gemeinsam mit 144 Stader Schülern an der diesjährigen Herbstakademie vier Stader Schulen und der IHK teilgenommen hat.
Die Schüler haben in der ersten Woche der Herbstferien geschraubt, getüftelt und gemalt. Am Freitag stellten sie ihre Ergebnisse vor, die sich sehen lassen können. Willi Dittmann fährt mit einem quietschgrünen Elektromobil durch den Neubau der Berufsbildenden Schule Stade. „Das Mobil besteht aus einem alten Kinderfahrrad“, sagt er. Er, Leon Stachel, Linus Wobig und Vanadis Dittmann haben bereits im vergangenen Jahr bei der Herbstakademie mit dem Bau des Fahrzeuges begonnen. In diesem Jahr haben sie einen Gleichstrom-Elektromotor eingebaut, der die Fahrradkette antreibt. „Das Mobil ist sieben bis acht km/h schnell“, sagt Vanadis. Willi geht auf die Jobelmannschule, Vanadis auf die IGS Stade, Leon und Linus auf das Vincent-Lübeck-Gymnasium. Die vier sind ein gutes Beispiel für die Zusammenarbeit der vier Schulen bei der Herbstakademie. „Sonst hätten wir uns nicht kennengelernt“, sagen die Schüler.
Bereits zum neunten Mal organisierten die vier Stader Schulen gemeinsam mit der IHK Stade die Veranstaltung in den Ferien. Die Sparkasse Stade-Altes Land, die Kreissparkasse Stade, die Volksbank Stade-Cuxhaven, die Dow und Airbus unterstützten in diesem Jahr die Akademie finanziell. Ziel der Veranstaltung ist es, die naturwissenschaftliche Bildung der Schüler zu fördern.
Keiner der Schüler hat dabei anscheinend das Gefühl, seine Herbstferien der Naturwissenschaft zu opfern. „Wir machen Sachen, die in der Schule nicht untergebracht werden können“, sagt Linus. Und Vanadis fügt hinzu: „Es macht richtig Spaß.“
In einer Woche entstanden unter anderem Cremes und Seifen, Flugzeuge, selbst programmierte Roboter, ein tragbarer Messestand und eine Idee, Rotschlamm für den Deichbau zu nutzen. „Das, was wir hier machen, bereitet auch anderen eine Freude“, sagt Karina Suppes während sie die selbst hergestellte Creme im Gesicht ihrer Freundin Aleia verteilt.Quelle: Stader Tageblatt vom 01.11.2014