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Lehrer ziehen vor Gericht

Lehrer ziehen vor Gericht

Philologenverband lehnt höhere Stundenzahl ab – GEW droht mit Streiks

HANNOVER. Mit einer Klage vor dem Oberverwaltungsgericht Lüneburg will Niedersachsens Philologenverband die Landesregierung zwingen, die höhere Pflichtstundenzahl für Gymnasiallehrer wieder zurückzunehmen. Der Verband rechnet mit einer Entscheidung „bis zum nächsten Sommer“.
„Die Klage setzt ein neues Zeichen im Kampf gegen die Arbeitszeiterhöhung“, erklärte der Vorsitzende des Verbandes, Horst Audritz. Die rot-grüne Landesregierung hatte die Unterrichtsverpflichtung für die Gymnasiallehrer in Niedersachsen von derzeit 23,5 Unterrichtsstunden pro Woche zum neuen Schuljahr auf 24,5 erhöht. Mit 23,5 Stunden lag Niedersachsen unter den deutschen Bundesländern am Ende der Skala. Zudem hatte die Regierung Weil eine lange festgeschriebene Altersermäßigung für Lehrer ab 55 Jahren vor dem Inkrafttreten gekippt. Sie war Teil langfristiger Arbeitszeitvereinbarungen mit früheren niedersächsischen Landesregierungen. „Die Arbeitszeiterhöhung ist ein Wahlbetrug von Rot-Grün“, erklärte der FDPPolitiker Björn Försterling. Die schon länger angekündigte Klage soll nun eingereicht worden sein. „Wir machen unsere Kampagne weiter und wollen den Druck auf die Regierung aufrechterhalten, wenn nötig bis zur nächsten Landtagswahl“, bekräftigte auch der GEW-Landesvorsitzende Eberhard Brandt das Ablehnen des Regierungskurses. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft schließt laut Brandt auch Streiks beamteter Lehrer nicht mehr aus. (ah)Quelle: Stader Tageblatt vom 05.09.2014