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Wattestäbchen retten Leben

Wattestäbchen retten Leben

STADE. Schon zum fünften Mal führt das Vincent-Lübeck-Gymnasium Stade in Zusammenarbeit mit der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) eine Typisierungsaktion zur Registrierung potenzieller Stammzellspender durch. Am Dienstag, 1. April, werden etwa 300 Oberstufenschüler des Vincent-Lübeck-Gymnasiums sowie der Berufsbildenden Schulen Stade und des Athenaeums mittels der Speichelentnahme durch ein Wattestäbchen ihre Spenderdaten abgeben, die dann in die Datei der DKMS aufgenommen werden.
Der ehemalige Lehrer Heinz-Klaus Gerken, die Schüler Marco Albers und Judith Onwuagbaizu von der Schülervertretung und Lehrer Benjamin Becker haben die Typisierungsaktion organisiert. Minow
Organisiert wird die Aktion, wie schon in vergangenen Jahren, von Lehrer Benjamin Becker, dem ehemaligen Lehrer Heinz-Klaus Gerken sowie Schülern der Schülervertretung (SV).
Allein in Deutschland erkrankt alle 16 Minuten ein Mensch an Blutkrebs. Für die Erkrankten ist eine Stammzellspende die einzige Hoffnung auf eine Heilung der aggressiven Krankheit. Weil zwischen Spender und Empfänger zahlreiche Gewebemerkmale übereinstimmen müssen und nicht immer ein passender Spender in der Familie gefunden werden kann, setzt sich die Deutsche Knochenmarkspenderdatei seit 1991 für die systematische Datenerfassung potenzieller Stammzellspender ein. Schon über 40 000 Spender konnten Erkrankten mit einer Stammzellspende so das Leben schenken. Dennoch bleibt jede fünfte Suche vergeblich.
Um noch mehr mögliche Spender in der Datei der DKMS zu registrieren, setzt sich das Vincent-Lübeck-Gymnasium seit vielen Jahren für die Typisierungsaktionen ein, bei denen bisher etwa 1000 Schüler registriert werden konnten und die mittlerweile alle zwei Jahre durchgeführt wird.
„Mindestens drei Schüler, die bei uns typisiert wurden, haben bereits erfolgreich Stammzellen gespendet und Leben gerettet“, erzählen die Lehrer stolz. Zunächst ist die Typisierung für die Schüler unverbindlich. Im Falle einer Übereinstimmung zu einem Erkrankten darf neu entschieden werden, ob gespendet werden möchte. Die Mitmachbereitschaft der Schüler seien in den letzten Jahren durchweg positiv gewesen. „Vor allem die SV hilft uns sehr bei der Organisation und Datenerfassung“, sagt Benjamin Becker.
Pro Typisierung der über 300 Schüler fallen jeweils Kosten von etwa 50 Euro an. Weil die DKMS sich ausschließlich aus Firmen- und Privatspenden finanziert, ist sie zum Ausbau der Datei auf Spendengelder angewiesen. „Wir würden uns sehr freuen, wenn einige Leute uns mit einer Spende unterstützen würden“, sagt Benjamin Becker. „Vor allem im Sinne der Erkrankten.“

Spendenkonto

DKMS-Spendekonto
Kreissparkasse Tübingen
IBAN DE54 6415 0020 0001 6893 96
BIC SOLADES1TUB
Verwendungszweck: BES 879
Quelle: Stader Tageblatt vom 25.03.2014