Vincent
Lübeck
Gymnasium
Stade

Schüler des Vincent-Lübeck-Gymnasiums erhalten Preise im Bundesgeschichtswettbewerb

Schüler des Vin­cent-Lü­beck-Gymna­si­ums er­halten Preise im Bundes­ge­schichts­wett­be­werb

STADE/BUXTEHUDE. Erfolg für die Gymnasien im Landkreis Stade: Mit ihren Wettbewerbsarbeiten holten Schüler des Stader Vincent-Lübeck-Gymnasiums (VLG) beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten zum Thema „Vertraute Fremde – Nachbarn in der Geschichte“ Preise auf Bundes- und Landesebene, und auch Lehrer des Gymnasiums Buxtehude Süd wurden für ihr Engagement gewürdigt.
Freude über die Gewinne beim Bundeswettbewerb: Mirco Fuchs, Marco Albers, Dr. Johannes Heinßen, Henning Mergard (von links).
Fotos Möller
Mit seinem Beitrag „Jugendlicher Straßenunfug in Stade im 19. Jahrhundert“ belegte Mirco Fuchs (17) vom VLG einen mit 1000 Euro dotierten zweiten Bundespreis. Nach seinen Recherchen setzte sich damals ein Pauker dafür ein, Kindern in der Stadt Stade Raum zum Spielen zu geben und das Lärmen nicht so streng zu ahnden.
Marco Albers (17) vom VLG holte mit seinem Beitrag „Nachbarschaft im Visier der Seuchenbekämpfung Stade 1712 bis 1805“ einen mit 250 Euro dotierten Landespreis. Seine Forschungen ergaben, dass die ärmere Bevölkerung in Stade stärker unter den Maßnahmen zur Seuchenbekämpfung litt.
Mit seinem Beitrag „Ostpreußenflüchtlinge im Kreis Stade als Nachbarn auf Zeit 1914 – 1915“ erforschte VLG-Schüler Henning Mergard (18) unter anderem, dass die ländliche Bevölkerung im Landkreis, die stark unter den Kriegslasten litt, nicht erfreut über die ihnen zugeteilten Flüchtlinge aus Ostpreußen waren. Für seinen Beitrag erhielt Henning Mergard einen mit 100 Euro dotierten Förderpreis.
Die jungen Historiker untersuchten Akten aus Stadtarchiv, Staatsarchiv und dem Stader Patenschaftsmuseum Goldap in Ostpreußen. Bereits seit der 7. Klasse sind Mirco Fuchs, Marco Albers und Henning Mergard der Geschichts-AG von Dr. Johannes Heinßen treu und holten bei zwei weiteren Bundesgeschichtswettbewerben im siebten und neunten Jahrgang Preise.
Engagiert: Ronny Wittig, Dr. Annette Puckhaber, Anna Lena Langkawel, Bundespräsident Joachim Gauck und Johanna Danielzik.
Dr. Annette Puckhaber vom Gymnasium Süd in Buxtehude ist neben zwei Kollegen aus anderen Bundesländern in Berlin stellvertretend für die rund 800 Tutoren der aktuellen Runde von Bundespräsident Joachim Gauck für herausragendes Engagement gewürdigt worden. Die Buxtehuder Lehrerin organisiert seit Jahren Fortbildungen für Kollegen zum Geschichtswettbewerb und betreute 21 Wettbewerbsbeiträge.
„Die Auszeichnung nehme ich gerne entgegen, stellvertretend für alle, die mich unterstützt haben, besonders die Archivare der Stadt Buxtehude“, so Puckhaber nach dem ereignisreichen Tag im Schloss Bellevue. Leider wäre kaum Zeit für ein Gespräch mit dem Bundespräsidenten gewesen, denn jeder wollte ein Foto mit Joachim Gauck machen.
Puckhaber erhielt einen der mit 1500 Euro dotierten Tutorenpreise. Mit ihr in Berlin war ihr Kollege Ronny Wittig sowie Johanna Danielzik und Anna Lena Langkawel, zwei von über 5000 Schülern, die sich an der historischen Spurensuche zum Thema Nachbarschaft beteiligt hatten.
In ihren ausgezeichneten Beiträgen – Danielzik schrieb über Flüchtlinge in Buxtehude in den (Nach-)Kriegsjahren, Langkawel gemeinsam mit ihrer Klassenkameradin Angelina Bürth über Asylanten – erforschten sie, wie vielfältig Nachbarschaft sein kann: von Konflikten und Ausgrenzung bis hin zu Toleranz und gegenseitiger Hilfe. Die Schülerinnen schilderten das Engagement Einzelner und berichteten von Menschen, die sich für Wege zu einem friedlichen Miteinander einsetzten. (smö/ ff)Quelle: Stader Tageblatt vom 20.11.2013