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Junge Forscher bauen neue Brücken

Junge Forscher bauen neue Brücken

STADE. 150 Stader Schüler präsentierten am Freitag die Ergebnisse ihrer Forschungsprojekte der Öffentlichkeit. Im Forum der Jobelmann-Schule in Stade kam die Herbstakademie 2013 zum Abschluss. In der Akademie konnten die jungen Forscher vom 14. bis zum 18. Oktober in selbstgewählten Versuchen ihre mathematischen, naturwissenschaftlichen und technischen Fähigkeiten erproben. Ferngesteuerte Roboter, Segelflugzeuge, selbstgemachte Cremes aus Reagenzgläsern – die Projekte stammten aus diversen wissenschaftlichen Feldern.
Bereits zum achten Mal fand die Stader Herbstakademie statt. „Sie ist mittlerweile zu einer Tradition geworden, so Schulleiter der Jobelmann-Schule, Rainer Albers. „Vielleicht haben wir ja dann in 25 Jahren eine Herbstakademie, auf der wir verkünden können, dass ein Nobelpreisträger 2013 an der Akademie teilgenommen hat.“ Die potenziellen Nobelpreisträger stammen alle aus den fünften bis zwölften Klassenstufen. „Es ist wichtig, weil wir in Deutschland an technischem und naturwissenschaftlichem Nachwuchs interessiert sein müssen. Uns geht es darum, dass die Kinder sich spielerisch forschend mit den Themen auseinandersetzen können“, sagt Dr. Bodo Stange, Geschäftsführer Aus- und Weiterbildung der Industrie- und Handelskammer, die gemeinsam mit den Stader Schulen das Projekt ins Leben gerufen hat. Zusammen mit den Sponsoren der Stader Wirtschaft und Industrie möchten die Organisatoren Brücken bauen und junge Menschen an wissenschaftliche Themen heranführen.
Eine Brücke haben auch vier junge Forscher gebaut. Das verwendete Material lässt sich als Leichtbaustoff bezeichnen – die Brücke besteht komplett aus Toilettenpapier. Lydia Pinkert ist eine von ihnen: „Das Papier kann ja normalerweise leicht reißen, aber auf unserer Brücke kann man fast gehen.“ Sie und ihre Freundin Nancy Wilke sind erst 10 Jahre alt, können aber schon genau erklären, wie sie von den ersten Proben bis zur fertigen Brücke 160 Rollen Klopapier verbaut haben. Mit einem Akkuschrauber haben sie für jedes Brückentau mehrere Rollen Papier ineinander verdreht. Zusammen mit ihren beiden männlichen Gruppenmitgliedern Frederik und Paul haben sie ihren kompletten Fortschritt auf einer Informationstafel dargestellt. Dabei wird klar, dass die Akademie ein interschulisches Projekt ist: Lydia und Frederik sind vom Vincent-Lübeck Gymnasium, Nancy von der Integrierten Gesamtschule Stade, Paul vom Athenaeum, die beiden betreuenden Lehrer Thomas Bieck und Jürgen Brunßen von der Jobelmannschule. Bei so vielen echten und sprichwörtlichen Brücken steht dem Nobelpreis nichts mehr entgegen. Quelle: Stader Tageblatt vom 19.10.2013