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Feucht-fröhlich wird gefeiert

Feucht-fröhlich wird gefeiert

LANDKREIS. Die Abiturprüfungen liegen hinter ihnen: Hunderte Schüler waren im Landkreis Stade erfolgreich. Mit zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen feiern die mächtig stolzen Jugendlichen das Ende ihrer Schulzeit. TAGEBLATT-Jugendreporter Daniel Beneke, der selber zum Abiturjahrgang 2013 am Vincent-Lübeck-Gymnasium gehört, stellt die Traditionen vor.
Das Bad im Brunnen auf dem Pferdemarkt hat Tradition: Am Freitag vor einer Woche plantschten die Abiturienten vom Vincent-Lübeck-Gymnasium im Wasser, am Montag folgten die Abiturienten der BBS und des Athenaeum.
Bei strahlendem Sonnenschein erreichen rund 130 Schülerinnen und Schüler des Vincent-Lübeck-Gymnasiums den Springbrunnen am Pferdemarkt. Empfangen wird die singende und pfeifende Menschenmasse von mehreren Dutzend Schaulustigen. Eltern und Großeltern der Schüler, aber auch Mitarbeiter aus den umliegenden Geschäften, Passanten und Touristen haben sich in einem Halbkreis um den Brunnen versammelt. Viele von ihnen haben ihre Kameras gezückt und fotografieren, wie die gut gelaunten Schüler, die wenige Minuten zuvor von Schuldirektorin Dr. Jutta Neemann ihre Abiturnoten erhalten haben, in den Brunnen springen. Ausgelassen feiern die Jugendlichen sich und ihre bestandenen Prüfungen.
Ebenso traditionell wie das seit vielen Jahren stattfindende „Brunnenspringen“ der Abiturienten ist die „Abifahrt“, die seit jeher ins dänische Blavand führt. In dem beschaulichen Feriendorf an der Nordseeküste verbringen die Abiturienten ihre Abschlussfahrt. Die Schüler genießen es, eine Woche ohne Eltern und Lehrer zusammen zu sein, ehe es sie in alle Winkel der Welt verschlägt. Der kleine Ort, der mehr Urlauber als Einwohner zählt und mit einem schönen langen Sandstrand aufwartet, ist die perfekte Location für gemeinsame Feiern. Nicht nur die Stader Abiturienten fahren dorthin, auch Schüler aus anderen Städten und Landkreisen verbringen dort ihre Abschlussfahrten.
In besonderer Erinnerung bleibt Schülern und Lehrern auch die „Mottowoche“. Ihre letzten regulären Schultage vor den Abiturprüfungen versüßten sich die Abiturienten mit täglich wechselnden Mottos, nach denen sie sich dann kleideten und so die Schule mit Leben füllten. Am Mottotag „Kindheitshelden“ kamen die Jugendlichen als Pippi Langstrumpf, Biene Maja oder Ronja Räubertochter verkleidet in die Schule. Gruselig wurde es am Mottotag „Horror“. Da das VLG in diesem Jahr sein 150-jähriges Bestehen feiert, wurde es auch historisch. Auf Wunsch der Schulleitung wurde ein Mottotag zum Thema „1863“, dem Gründungsjahr der Schule, in die „Mottowoche“ integriert. Ganz klassisch und schick ließen die Schüler diese Woche mit dem „Overdressed“-Motto am Freitag ausklingen: Sie kamen in Kleid und Anzug in die Schule.
Um die Aktionen zu koordinieren, hatte der Jahrgang zu Beginn der Oberstufenzeit mehrere Ausschüsse eingesetzt. Denn die Blavand-Reise musste rechtzeitig gebucht und ein geeigneter Veranstaltungsort für den „Abiball“ frühzeitig gesucht und gefunden werden. Seit September plant der zuständige Ausschuss den Ball der VLG-Abiturienten, der am Freitag, 21. Juni, im Stadeum stattfindet. Das Essen musste ausgesucht und der DJ gebucht werden. Absprachen mit der Gema waren ebenso notwendig wie die Gestaltung des Programms.
Ein Highlight wird gewiss die „Abishow“ im Stadeum: In diesem Mix aus Musical und Theaterstück werden die Schule und Lehrer künstlerisch aufs Korn genommen. Die Story in diesem Jahr: Getreu dem Abiturmotto „TherABI: 12 Jahre Anstalt und trotzdem nicht geheilt“ ist das VLG in Wahrheit eine Irrenanstalt und die Schüler sind dort alle nur in Therapie. Die Schulleiterin hat einen geheimen Plan, dessen Umsetzung es zu verhindern gilt. Die Theatershow wird ebenso wie die anderen Aktivitäten von den Abiturienten auf die Beine gestellt: Die Schüler spielen ihre Lehrer, das Drehbuch wurde von Schülern verfasst, Regie führen Schüler und auch Filmszenen, die Teil der Show werden, wurden von Schülern gedreht und geschnitten.
Eine weitere Tradition ist das „Abibuch“, in dem sich alle Schüler des Jahrgangs und ihre Lehrer verewigen. Damit der diesjährige Abiturjahrgang nicht so schnell in Vergessenheit gerät, haben künstlerisch begabte Schüler von der Schulleitung eine Wand in der Schule für ein „Abi-Andenken“ zur Verfügung gestellt bekommen und werden dort dem Jahrgang ein Denkmal setzen. Vor den Abiturklausuren wurde zudem ein von einem Religionskurs des Jahrgangs initiierter Gottesdienst gefeiert.
Um alles zu finanzieren, wurde ein Ausschuss aktiv. Dank der Eintrittsgelder von Veranstaltungen in Diskotheken, unter anderem im „Metropol“ in Stade, den sogenannten „Vorfi-Partys“ (Vorfi steht für Vorfinanzierung), wird ein Teil der Kosten gedeckt. Auch beim „Abiball“ und bei der „Abishow“ wird Eintritt erhoben; das „Abibuch“ finanziert sich unter anderem durch Anzeigen. Karten für die Show
Eintrittskarten für die „Abishow“ der VLG-Abiturienten am Montag, 24. Juni, ab 20.15 Uhr im Stadeum sind für 5 Euro erhältlich. Bestellungen können unter abishow(at)arnebalzer.de aufgegeben werden.Quelle: Stader Tageblatt vom 15.06.2103