Vincent
Lübeck
Gymnasium
Stade

Schwedenspeicher ist erfolgreicher Lernort

Schwedenspeicher ist erfolgreicher Lernort

STADE. „Lassen Sie ruhig noch Platz für weitere Urkunden“, sagte der Laudator Hans Lochmann, Geschäftsführer des Museumsverbandes für Niedersachsen und Bremen, kürzlich im Stader Schwedenspeicher-Museum. Bereits zum dritten Mal bekam das Schwedenspeicher-Museum einen der begehrten Förderpreise für Museumspädagogik der VGH-Stiftung. Den Förderpreis 2012 gab es für die archäologische Arbeit mit dem Titel „Schätze im Schlick“.
Julian Dubois (13, VLG) und Noah Zopp (11, IGS) untersuchen verschiedene Materialien mit dem Digital-Mikroskop. Borchers
„Die Museumspädagogik ist seit der Gründung im Jahre 1977 eine der tragenden Säulen des Schwedenspeichermuseums“, erklärte Bürgermeisterin und 1. Vorsitzende des Museumsvereins Stade, Silvia Nieber in ihrer Begrüßung, „in Stade wurde schon eine Planstelle für pädagogische Arbeit geschaffen, als andere noch nicht einmal daran dachten“. Auch Hans Lochmann hob in seiner Laudatio die Vorreiterrolle des Schwedenspeichermuseums hervor. „Das Schwedenspeicher-Museum ist als Leitmuseum bekannt und gehört nach 2005 und 2006 zum dritten Mal zu den Preisträgern des Förderpreises“. Mit Blick zurück auf die eigene Jugend hatten ihn die Museumsbesuche in Frankfurt nachhaltig in seiner eigenen Biografie beeinflusst. Ein besonderes Kompliment richtete Lochmann in Richtung der VGH-Stiftung, die in der Förderung dieser Projekte schon vor Jahren eine Vorreiterrolle übernahm. Die Kooperationen mit den Schulen, das Verständnis für die Arbeit zu entwickeln, Jugendliche wie richtige Archäologen arbeiten zu lassen. „Hier wurde genau das umgesetzt, was wir mit der Stiftung erreichen wollen, erklärte VGH-Regionaldirektor Hermann Schulte, „Kooperation mit den Schulen, Innovation, Nachhaltigkeit der Arbeiten, ein interessantes Thema mit hohem Lernfaktor“. Im Zentrum der Projektidee standen die Funde, die bei der Hafengrabung im Jahre 1989 geborgen wurden und jetzt im Schwedenspeicher zu betrachten sind. Schülerinnen und Schüler des Vincent-Lübeck-Gymnasiums (VLG) und der Integrierten Gesamtschule Stade (IGS) haben sich die Funde genauer angesehen und dann selbst im Labor erkundet, welche Veränderungsprozesse der verschiedenen Materialien im Hafenschlick wirksam werden. Die Projektgruppe hatte den Stadtarchäologen und ein Restaurierungsteam zu einem Info-Gespräch eingeladen, ein Fundlabor besichtigt und an einer Blockbergung selbst verschiedene Grabungstechniken erlernt. Die Anwesenden konnten im Anschluss an die Preisübergabe dem Projektteam bei ihrer Arbeit über die Schultern schauen und sich über ihre Aktivitäten informieren. Quelle: Stader Tageblatt vom 23.04.2013