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AG Homepage

Herr Liss | Donnerstag, 8. - 9. Stunde | Raum 137 | Jahrgangsstufen 09 - 12

Solange wir die alte Home­page noch be­trieben haben, er­warben die Teil­nehmer Grund­kenntnisse in der Sprache HTML und in der ektro­nischen Be­arbeit­ung von Bild­material. In dem Maß, wie ihre Kennt­nisse wuchsen, wid­meten sich die Teil­nehmer zu­nehmend der Ge­stalt­ung mittels CSS und schließ­lich der Pflege der Home­page-In­halte. War in diesem Bereich einmal weniger zu tun, konnten sie die AG auch nutzen, um ihre eigenen pri­vaten Home­pages aufzubauen.

Dies ist nun Geschichte, denn mit dem Um­stieg auf die neue, CMS-basierte Schul­homepage haben sich die An­forderungen stark verändert. Für die rein redaktionelle Bearbeitung der Inhalte steht nun ein ein­facher Text-Editor zur Ver­fügung, Vor­kennt­nisse im Be­reich von HTML-Pro­gramm­ierung sind kaum mehr not­wendig. Diese Tätig­keit hat sich somit er­heblich ver­ein­facht, es reicht nun eine Schulung im Be­reich von Presse-, Bild- und Inter­net­rechten als Vor­aus­setzung für die Mit­arbeit. Viele Per­sonen, deren Bei­träge im  Rahmen der Home­page-AG ein­ge­arbeitet wurden, können die Ver­öffent­lichung nun selbst er­ledigen.

Im Gegen­satz dazu stellt die Be­arbeitung des zu­grunde liegen­den Content-Manage­ment-Sys­tems von Joomla eine deut­liche Schwierig­keits­steiger­ung dar, der Um­fang dieser Ar­beiten wird außer­dem nach der Fertig­stellung der Re­launch-Fassung hoffent­lich ge­ringer aus­fallen. Um hier ernst­haft ein­zu­steigen, müssten die Fort­ge­schrittenen nicht mehr nur pro­funde Kennt­nisse in HTML und CSS besitzen, son­dern auch die komplexe Be­dienung von Joomla und - in Grund­zügen - auch PHP und den Umgang mit MySQL er­lernen. Die Zukunft wird zeigen, ob sich diese sehr umfang­reiche Ein­arbeit­ung lohnt, und ob sie für Schü­ler über­haupt erreich­bar ist. Darüber hinaus würde ein solcher Zu­griff auf die Archi­tektur der Schul­homepage Fragen bezüglich der Sicher­heit auf­werfen.

Daraus ergibt sich, dass die Home­page-AG zukünftig eine gänzlich andere Kon­zeption ver­langt. Eine Möglich­keit wäre, dass sie sich von der Home­page der Schule voll­stän­dig löst und eher dem Auf­bau klei­ne­rer pri­vater Home­pages dient. Ob dies aller­dings für Schü­ler im gleichen Maß reiz­voll ist, wie es die Mit­arbeit an der Schul­home­page früher war, muss sich zeigen.
Matthias Liss