Vincent
Lübeck
Gymnasium
Stade

Comenius

Projekt „Euro­pe – where­from where­to?

Die Aktivitäten des Projekts kreisen um den gegenwärtig wieder erstarkenden Nationalismus in Europa. Dies führt uns zu der Fragestellung, welche Rolle das Nationalbewusstsein bei uns und in den Comenius-Partnerländern spielt und welchen sichtbaren Ausdruck es findet. Das Projekt spürt aber auch der Frage nach, in welchen Bereichen wir uns als Europäer definieren und fühlen. Die Erkundungen weisen in drei Dimensionen.
In der Gegenwartsdimension verschaffen sich die Schüler eine empirisch abgesicherte Basis zu den oben angeschnittenen Fragen und analysieren grundlegende Auffassungen in ihrer Schule, in den Medien und im Alltagsleben. In der Vergangenheitsdimension richtet sich der Blick darauf, wie die eigene Nation entstanden ist. An jeweils drei Ereignissen soll die positive wie auch die negative Antriebskraft des nationalen Gedankens erläutert werden.
In der Zukunftsdimension gehen die Überlegungen und Aktivitäten dahin, wie wir in Zukunft Europa als eine Bereicherung unserer nationalen Tradition entwickeln und erleben können.
Das gemeinsame Europäische soll als Bereicherung des nationalen Bewusstseins erkannt werden und einen Optimismus schaffen, um in Zukunft Krisen Europas gemeinsam besser meistern zu können. Das Kennenlernen unterschiedlicher Wege zur Genese nationaler Staaten soll eine differenzierte Betrachtung ermöglichen und das nationale Vorurteil zurückdrängen.
Die Begegnungen sollen in offener Atmosphäre und mit einer starken Gewichtung von Empathie stattfinden, um in der persönlichen Begegnung und dem wachsenden Vertrauen eine größere Zusammengehörigkeit zu entwickeln. Am Anfang und am Ende des Projekts soll das gemeinsame Feiern und eine Spielshow mit europäischer Ausrichtung ein Gemeinschaftserlebnis ermöglichen.

Evaluation

Die Ergebnisse der Umfragen werden von einem Experten überprüft. -Die interaktive Unterrichtseinheit zur Geschichte der Nationalstaaten wird von verschiedenen Lerngruppen ausprobiert. Die Reaktionen von Lehrern und Schülern werden berücksichtigt und weitergegeben.
Bei einem Lehrertreffen an einer der Partnerschulen, das direkt vor dem letzten Schülertreffen abgehalten wird (vor dem „Big event“) werden Strategien und Maßnahmen beschlossen, auf welche Weise die Projekte evaluiert werden. Auf dem letzten Treffen mit Schülerbeteiligung werden dann diese Werkzeuge eingerichtet und angewendet. Von dem Projekt erwarten wir folgenden europäischen Mehrwert:
  • Erweitertes Verständnis für die EU-Länder durch die Auseinandersetzung mit der Entstehung anderer europäischer Staaten.
  • Erkenntnis über die Wirkungsmacht nationaler Identität bis in die heutige Zeit.
  • Erprobung einer offenen Diskussionskultur um strittige Auffassungen.
  • Fortwährende Reflexion der Gemeinsamkeiten und deren Propagierung im Schulalltag.
  • Erkenntnis, dass verschiedene. Identitäten (z.B. eine regionale, eine nationale und eine europäische) sich nicht ausschließen müssen
  • Selbstbewusstsein und Optimismus, dass unterschiedliche Sichtweisen entweder geklärt oder mindestens toleriert werden können.

 

Wir stellen uns vor

  • Video von Schülern
  • Rückblick auf das Altprojekt
  • PAD
  • Bewerbungstext (engl.)

Unsere Partnerschulen

  • Bulgarien
  • Irland
  • Litauen
  • Nordafrika
  • Spanien
  • Türkei

Neues Comenius-Projekt abgelehnt

Ende Juni 2013 haben wir den Bescheid erhalten, dass das oben skizzierte Projekt leider nicht akzeptiert worden ist. Eine Begründung werden wir hoffentlich in nächster Zeit erhalten. Bis dahin sie es erlaubt, über die Ablehnungsgründe zu spekulieren:
  • Wir haben einen Fehler in dem sehr komplexen Antragsformular (Umfang ca.50 Seiten) gemacht.
  • Die erwarteten und zu definierenden Ergebnisse schienen nicht konkret genug.
  • Die Anzahl eingereichter Bewerbungen war sehr groß, sodass zunächst Schulen ohne vormalige Comenius-Projekte bevorzugt wurden.
  • Auch wenn das VLG die koordinierende Schule sein würde, müsste das Projekt von den Nationalen Agenturen der Partnerschulen gebilligt werden. Möglicherweise war dem einen oder anderen Partnerland das Thema des Projekts zu heikel.
  • Die Budgets der Partnerländer erlauben nicht so viele Projekte und man bevorzugt bei der Vergabe weniger brisante, stärker auf den Arbeitsmarkt hin orientierte Themen.
Natürlich sind wir enttäuscht über die Ablehnung. Wir halten das Thema des Nationalismus nach wie vor für sehr spannend und werden versuchen, auf der Kommunikationsplattform eTwinning oder ähnlichen Foren in einen supranationalen Dialog einzutreten.
Weitere Informationen kann man von Herrn Stehmann und Herr Brügge erhalten.