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Lübeck
Gymnasium
Stade

Schülerinitiative gegen Rechts

Schülerinitiative gegen Rechts

Vortrag im Vincent-Lübeck-Gymnasium

STADE. Im Forum des Stader Vincent-Lübeck-Gymnasiums diskutierten Schüler des 11. Jahrgangs über das Thema Rassismus. Zu der Vortragsveranstaltung hatte die Schülervertretung (SV) Vertreter der Organisation "Jung gegen Rechts" eingeladen. Jugendreporter und SV-Mitglied Johannes Hochhaus berichtet über die Veranstaltung:
"Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage": Henning Mergard (17, links) und Steffen Mühlenkamp (18) mit dem Titel, den das Vincent-Lübeck-Gymnasium trägt. Darum ging es jetzt bei einer von der Schülervertretung organisierten Vortrags- und Diskussionsveranstaltung.
Die Schülervertretung des VLG hatte zwei Mitglieder der Schülerinitiative "Jung gegen Rechts" eingeladen. Nachdem die beiden 16 und 17 Jahre alten Schüler die Aktivitäten dieser Initiative kurz vorgestellt hatten, moderierte einer von ihnen die sich anschließende Diskussionsrunde. Angeregt wurde über Rassismus an der Schule, ein mögliches NPD-Verbot und über den Sinn solcher Veranstaltungen im Allgemeinen zu diskutieren. Die beiden Initiatoren des Projekts, Max und Jamal, finden es wichtig, sich gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit einzusetzen. So seien sie schon früh politisch aufgewachsen. Die Schüler, die aus Kyritz in Brandenburg kommen, haben bereits selbst Intoleranz zu spüren bekommen, nicht zuletzt wegen Jamals Migrationshintergrund: Er stammt aus Jordanien. Mit "Jung gegen Rechts" möchten die beiden sich vor allem gegen Rechtsextremismus einsetzen. Dies sei ein großes Thema, das sie besonders Gleichaltrigen näherbringen wollen, erklärten sie. Zudem möchten sie erreichen, dass die Gesellschaft toleranter wird. Wegen ihres Engagements sind die beiden Jugendlichen wie sie berichteten schon bedroht worden. Dies sporne sie allerdings an und stärke sie. Mit ihrem Einsatz gegen Rechts gewannen Max und Jamal schon mehrere Preise. Zuletzt suchten sie die Öffentlichkeit mit einem Auftritt bei "Wetten, dass...?!", wo Max eine Torwand auf seinem Kinn balancierte, während zwei Spieler des Zweitligisten Energie Cottbus auf diese schossen. Als nächste Projekte wollen Max und Jamal "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" auch an ihre eigene Schule bringen. Dies sei allerdings nicht ganz einfach und mit großer Kraftanstrengung verbunden. Zudem wollen die beiden eine Dokumentation über ihre Polenreise drehen. Die meisten Teilnehmer der Veranstaltung fanden die Diskussionsrunde sehr gut, was auch der spätere Austausch auf Facebook zeigte, in dem noch weiter über die von "Jung gegen Rechts" aufgeworfenen Fragen diskutiert wurde. Viele der Schüler wünschen sich, dass solche Aktionen häufiger stattfinden. Quelle: Stader Tageblatt vom 12.01.2013