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Auch das Vincent-Lübeck-Gymnasium feiert Jubiläum

Auch das Vincent-Lübeck-Gymnasium feiert Jubiläum

Stader Gymnasium begeht seinen 150. Geburtstag mit einer Vortragsreihe ehemaliger Schüler und einer Festwoche im Herbst

Susanne Helfferich STADE. Nicht nur das Athenaeum in Stade begeht in diesem Jahr ein Jubiläum, auch das Vincent-Lübeck-Gymnasium (VLG) hat Grund zu feiern: Es wird im Oktober 150 Jahre alt. Höhepunkt ist eine Festwoche vom 26. September bis 2. Oktober. Aber schon kommenden Sonntag, 27. Januar startet eine Matinée-Reihe mit ehemaligen Schülern und Schülerinnen.
"Es ist schon bemerkenswert, dass beide Schulen unabhängig voneinander dieselbe Idee hatten", sagt Dr. Johannes Heinßen, Mitglied des Organisationsteams. Das Athe, 325 Jahre älter und lange ein reines Jungengymnasium, hat manch große Namen auf der Liste der Referenten. Dass dies beim VLG auf den ersten Blick nicht so ist, liegt daran, dass das Gymnasium bis 1974 eine reine Mädchenschule war und es Frauen bis heute wesentlich schwerer auf der Karriereleiter hatten.
Das Jubiläums-Logo des VLG.
"Unser Programm ist jung, frisch und ansprechend", sagt Horst Delekat, der Älteste im Vorbereitungsteam. Die Vortragenden sind deutlich jünger als beim Athe. Die Ältesten haben Anfang der 90er Jahre ihr Abitur abgelegt. Delekat, Lehrer für Deutsch, Geschichte und Politik, hat zu vielen ehemaligen Schülern den Kontakt gehalten.
"Und die wollen wir mit unserer Vortragsreihe zu Wort kommen lassen." Das Spektrum reicht von den Medien über Kunst und Musik bis zur Politik und Juristerei. Immer geht es um den Werdegang der jungen Menschen und "richtet sich an die aktuellen Schülerinnen und Schüler, aber natürlich auch an Eltern, Kollegen und die Öffentlichkeit", so Schulleiterin Dr. Jutta Neemann.
In der Reihe "Matinée im VLG" macht Henrick Steffen am Sonntag, 27. Januar, 11 Uhr den Anfang. Der Informatiker und Unternehmer erzählt von seinem Weg "Von der Schulbank bis in die bunte Welt des E-Commerce". Der 34-Jährige machte 1998 als Jahrgangsbester Abitur und wurde mit Stipendien ausgezeichnet. 1995 war er als Schüler für ein Jahr in Stades Partnerstadt Karlshamn und gründete dort seine erste Firma. Zurück in Stade, trat er 1996 in die Firma "top concepts GbR" ein. 2001 wurden drei Tochterfirmen gegründet. 2010 zog er als Unternehmer mit seiner Firma nach Hamburg und wurde 2012 als "Bester Online-Shop B2B" mit dem "Golden Cart 2012" ausgezeichnet.
Danach geht es zunächst bis zu den Sommerferien mit monatlichen Matinéen weiter: Am Sonntag, 10. Februar, referiert Mark Schober (Abitur 1998) über die "Bedeutung des Sports und seiner Vermarktung in der Gesellschaft". Der 33-Jährige hat Sportmagement studiert und hat einen Lehrauftrag an der Fachhochschule Ostfalia.
Vier Wochen später, am 10. März, ist die Journalistin Julia Elvers-Guyot zu Gast. Sie machte 1992 ihr Abitur am VLG und ist heute Chefin vom Dienst bei der Deutschen Welle in Köln. Sie berichtet über "Medien und Politik". Aus demselben Abi-Jahrgang stammt Dierk Borstel, Professor für Politologie in Dortmund. Sein Thema: "Braun gehört zu bunt dazu - Rechtsextremismus zwischen Normalität und Terrorismus".
Am 26. Mai gibt die Hamburger Sopranistin Nora Friedrichs ein klassisches Konzert. Sie hat 2005 Abitur gemacht und ist mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Der Grafik-Designer und Schriftsteller Stefan Bargstedt, Abiturjahrgang 1994, referiert am 9. Juni zum Thema "Design meets Plattdeutsch - einfach ganz platt Platt".
Der letzte Gast bei der Matinée im VLG vor den Sommerferien ist der Bremer Schauspieler und Regisseur Philipp Brammer. Er hat 1995 Abitur gemacht und gibt eine Lesung mit dem Titel "Reise durch mein Bühnenleben mit Anekdoten über die Bretter, die die Welt bedeuten."
Die Reihe wird nach den Sommerferien fortgesetzt. Ein Flyer mit den Terminen wird derzeit verteilt. Alle Veranstaltungen finden im Forum des Gymnasiums statt, nur Nora Friedrichs singt in der Seminarturnhalle. Der Eintritt ist frei.
Höhepunkt ist in der zweiten Jahreshälfte die Festwoche vom 26. September bis 2. Oktober. In Arbeit ist zudem eine Festschrift und eine Gedenkmünze. Das TAGEBLATT wird während des Jubiläumsjahres noch mehrfach berichten. Quelle: Stader Tageblatt vom 22.01.2013