Vincent
Lübeck
Gymnasium
Stade

Rettet peruanischen Regen­wald

In jeder Minute werden 40 Fußballfelder tropischer Regenwald vernichtet. Die Schüler der Klassen 8K1 und 8K2 wollten dieser rasanten Zerstörung eines einzigartigen Lebensraumes nicht tatenlos zusehen und haben zusammen mit ihrem Erdkundelehrer 17.400 m² tropischen Regenwald im Amazonasbecken in Peru gekauft (so geht das), um diese Fläche vor der Vernichtung zu bewahren. Dort erwirbt der gemeinnützige Verein „Rettet den Regenwald e.V.“ mit Spendengeldern Regenwaldflächen, um die sich anschließend ein lokaler Partner des Vereins kümmert. So wird der Schutz und der Erhalt der Regenwaldfläche gewährleistet.
Doch wie kommt man an eine größere Summe Geld, mit der man wirklich etwas bewegen kann? Das haben sich die Schülerinnen und Schüler der beiden Klassen gefragt und haben sich für gleich mehrere Aktionen entschieden: Fast alle Schülerinnen und Schüler haben zahlreiche Kuchen gebacken und in den großen Pausen verkauft. Außerdem wurden Freunde und Verwandte informiert und um Spenden gebeten. Auch die Schüler selbst haben mit eigenen Spenden einen Beitrag geleistet.
Das Engagement der Schülerinnen und Schüler hat sich ausgezahlt: Die Klasse 8K1 hat insgesamt 340 € eingenommen, die 8K2 hat sogar 530 € gesammelt. Dieses Geld reicht für den Ankauf von 17.400 m² Regenwald in Peru, was einer Fläche von knapp zwei Fußballfeldern entspricht.
Die Idee für diese Aktion war im Erdkundeunterricht der Klassen 8K1 und 8K2 entstanden. Über mehrere Wochen hinweg haben die Schüler den tropischen Regenwald erforscht: Dabei handelt es sich um den mit Abstand artenreichste Lebensraum unserer Erde. Diese immense Artenvielfalt ist Folge einer starken Spezialisierung der dort lebenden Tier- und Pflanzenarten. Dadurch ist das Ökosystem aber auch extrem empfindlich für Störungen von außen. Einmal zerstörter tropischer Regenwald regeneriert sich erst nach vielen Jahren wieder.
Und aktuell wird der tropische Regenwald in atemberaubendem Tempo zerstört: 40 Fußballfelder unberührter tropischer Regenwald werden jede Minute vernichtet. Dafür sind auch wir im fernen Deutschland mit verantwortlich, weil wir häufig unbedacht konsumieren: Tropisches Holz wird in Möbeln und Gartenmöbeln verarbeitet, günstige Grillkohle enthält oftmals Tropenholz und viele Lebensmittel, Kosmetika oder Kerzen enthalten Palmöl. Für die Produktion von Palmöl werden riesige tropische Flächen gerodet und durch Palmölplantagen ersetzt, in denen Ölpalmen in Monokultur wachsen und so nichts mehr von der ursprünglichen Artenvielfalt erhalten bleibt.
13 Alltagstipps wie man den tropischen Regenwald schützen kann findet man hier. Ansprechpartner ist Herr Rinck.