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Schulleben - Andere über uns




Afrikanische Kultur live

Vincent-Lübeck-Gymnasium hat als "Schule ohne Rassismus" Gäste aus Afrika


STADE. Zur Bestätigung des Titels "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" brachten kurz vor Weihnachten Gäste aus afrikanischen Ländern den Schülern des Vincent-Lübeck-Gymnasiums die afrikanische Kultur näher.
Um dem Titel "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" gerecht zu werden und Schülerinnen und Schüler über die Hintergründe der Initiative aufzuklären und ihnen fremde Kulturen näher zu bringen, waren vier Gäste aus afrikanischen Staaten sowie der Koordinator der Initiative Black&White e.V. Wolfgang Lieberknecht in der Schule zu Gast.
 
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Ein Gast aus Afrika diskutiert mit VLG-Schülern und -Schülerinnen der 8. und 9. Klassen.

Black&White e.V. versucht durch Projekte wie diesen Schülern in ganz Deutschland die Bedeutung der Einhaltung der Menschenrechte als Basis für eine funktionierende internationale Zusammenarbeit zu verdeutlichen. Als Antwort auf Brandanschläge, die in Deutschland auf Flüchtlinge Anfang der 1990er Jahre verübt worden seien, habe er die Initiative Black&White ins Leben gerufen, erklärte Lieberknecht. Wenn Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe Gewalt angetan werde, müsse dagegen unbedingt Widerstand geleistet werden, so Lieberknecht. Dies sei der Grund für die Organisation, vor allem Schüler über die Situation in Afrika aufzuklären und Menschen aus fremden Ländern kennen zu lernen. Das Ziel sei dabei, Unterschiede zu überwinden und gegenseitige Achtung und Respekt zu schaffen.
Mitglieder der Schülervertretung hatten die Veranstaltung initiiert und die Gruppe der Menschrechtsaktivisten ans Gymnasium geholt.
Vier afrikanische Gäste, zwei Männer und zwei Frauen aus der Elfenbeinküste, aus Ghana und dem Kongo, begleiten Wolfgang Lieberknecht an diesem Tag. Zur Begrüßung und zum "Aufwärmen" wird das afrikanische Lied "Jambo" (auf Deutsch: "Hallo, Willkommen") gesungen, getanzt und getrommelt. Die Schüler der 8. und 9. Klassen lassen sich von der guten Laune anstecken und tanzen auf der Bühne und im Forum begeistert mit.
Die Schüler hörten eine Präsentation zum Thema "Afrika und was wir damit zu tun haben". Dabei stellte Wolfgang Lieberknecht die Umstände in Afrika schonungslos, er schilderte nicht nur von Hunger, Aids und die negativen Folgen des Klimawandels, sondern verwies auch auf ein modernes Afrika, dessen Menschen die Vorlieben der anwesenden Schülerschaft für Facebook, Handy und Co. teilen.
Nach dem Vortrag erleben die Schüler die afrikanische Kultur in verschiedenen Workshops auch live. Geleitet von den afrikanischen Gästen, wurde gemeinsam gesungen, getanzt, getrommelt und diskutiert. "Uns hat der Tag heute viel Spaß gemacht. Er war eine Chance, über die afrikanische Kultur viel zu erfahren, was wir vorher nicht wussten. Am besten hat uns der Trommelworkshop gefallen", resümierten einige Schüler.

Stader Tageblatt vom 28.12.2011

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