STADE. Europa ist im Vincent-Lübeck-Gymnasium (VLG) in Stade zu Gast.
Eine Woche lang tauschen sich Schüler und Lehrer aus vier Ländern
- Schweden, Polen, Türkei und eben Deutschland -über Leben und
Kultur in ihrer Heimat aus. Am Montag wurde das Comenius-Treffen mit einem
Empfang im Stader Rathaus offiziell eröffnet.
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Ingelore Heueck, stellvertretende Bürgermeisterin, bat daher Schüler
und Lehrer um eine Gedenkminute als Zeichen der Solidarität.
Heueck lobte den regen Austausch des Vincent-Lübeck-Gymnasiums mit Schulen
anderer Länder. In Zeiten der globalisierten Welt rückten die Menschen
zwar übers Internet näher zusammen, doch "die beste Form ist immer
noch die direkte Begegnung", so Heueck. Sie selbst habe sowohl als
Schülerin als auch jetzt als Bürgermeisterin von diesen Begegnungen
immer viel gelernt, "vor allem, wie man Dinge gesellschaftlich bewegt".
So ist auch das Schwerpunktthema der 24 Schüler und elf Lehrer, die
sich nun in Stade treffen, ein gesellschaftliches: Sie haben sich bereits
im Vorwege mit dem Thema Migration im eigenen Land beschäftigt und kleine
Drehbücher geschrieben, die nun filmisch umgesetzt werden sollen.
Zum Pflichtprogramm eines jeden Comenius-Treffens gehört aber auch,
sich mit der Kultur und der wirtschaftlichen Situation der Länder
auseinanderzusetzen. So haben VLG-Schüler Referate über deutsche
Bräuche vorbereitet und hiesige Unternehmen zu ihrer Bedeutung in der
Europäische Union interviewt.
Bis Sonnabend bleiben die Gäste im Kreis Stade. Neben der Arbeit der
Schule sind Ausflüge, gemeinsames Kochen in der Qualifizierungsküche
und Aktivitäten in den Gastfamilien geplant. Am Ende müssen sie
nur für kurze Zeit voneinander Abschied nehmen: Bereits im Mai geht
es zum letzten Comenius-Treffen in die Türkei. (sh)
Comenius-Projekt
Comenius ist ein Baustein des EU-Projektes "Lebenslanges Lernen" und soll
den Austausch fördern. 130 Schulen beteiligen sich in Niedersachsen
an dem Comeniusprojekt. Die Schulen suchen sich Partnerschulen aus den
verschiedenen EU-Staaten plus der Türkei. Im Laufe des zweijährigen
Projekts treffen sich in der Regel je vier Schüler und vier Lehrer der
Schulen an jeder einzelnen Partnerschule.
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