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Hilfsaktion für die Opfer der Katastrophe in Japan

Kreis Harburg, Stadt Winsen, Vincent-Lübeck Gymnasium Stade und WOCHENBLATT rufen zu Spenden auf


rs. Winsen/Stade. Fernsehbilder und Zeitungen dokumentieren: Die Katastrophe in Japan ist unvorstellbar. Und das Schlimmste könnte erst noch kommen. Vor diesem Hintergrund rufen der Landkreis Harburg und die Stadt Winsen zusammen mit der Deutsch-Japanischen Gesellschaft (DJG) in Winsen zu Spenden für Opfer auf. Stadt und Kreis verbindet seit zehn Jahren eine Partnerschaft mit der japanischen Präfektur (Kreis) Fukui im weniger betroffenen Nord-Westen. Unterstützt wird der Aufruf vom Stader Vincent-Lübeck- Gymnasium (VLG), dessen Partnerschule in Sendai liegt, mitten im Katastrophengebiet.
„Wir haben nach den bitteren Nachrichten aus Japan unverzüglich Kontakt dorthin aufgenommen“, so Landrat Joachim Bordt. Winsens Erster Stadtrat Christian Riech sagt: „Angesichts des Ausmaßes der Katastrophe, die vermutlich zehntausende Menschen das Leben gekostet und ganze Landstriche verwüstet hat, wollen wir versuchen, mit einer Spendenaktion die Not der Menschen dort zu lindern, wo sie am größten ist.“
Landrat und Erster Stadtrat rufen daher zusammen mit dem Vorsitzenden der DJG, Werner Kattner, und der Rektorin des Stader Vincent- Lübeck Gymnasiums, Dr. Jutta Neemann, alle Bürgerinnen und Bürger auf, für die Katastrophen-Opfer in Japan zu spenden. Durch Einbindung der Partner-Präfektur sei sichergestellt, dass die Unterstützung bei denen ankommt, die darauf am dringlichsten angewiesen sind. „Zwar ist Japan eine Wirtschaftsmacht, aber die Katastrophe ist verheerend, und wir wissen aus vergleichbaren Fällen, dass es viele Einzelschicksale gibt, die nur bedingt vom Staat aufgefangen werden können“, so Joachim Bordt. Eine Partnerschaft zeichne sich dadurch aus, dass man nicht nur in guten Zeiten Freundschaft pflegen, sondern gerade in schlechten Zeiten füreinander da sein muss.
Auch in der Region arbeiteten viele Unternehmen mit Partnerfirmen in Japan zusammen, und hierüber seien viele persönliche Kontakte und Freundschaften entstanden. Die Entfernung von 9.000 Kilometer spiele in der globalisierten und eng vernetzten Welt schon lange keine große Rolle mehr, so der Landrat.

Neues Stader Wochenblatt vom 16.03.2011

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